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Mittwoch, 22. November 2017

Schulische Förderung an der Raphael-Schule

Die Berufspraxisstufe - Vorbereiten auf das Leben nach der Schule

Projekttage der Berufspraxisstufe

Welche Projekttage gibt es in der Berufspraxisstufe, und was wird da gemacht?

Projekttag Arbeit

Der Projekttag Arbeit findet wöchentlich am Dienstag statt. Jeweils für ein halbes Jahr arbeiten die Schülerinnen und Schüler ganztägig in in den folgenden Projektgruppen: Waldarbeit, Gartenarbeit, Wäscherei, Näherei, Kreativwerkstatt, Fahrradwerkstatt, Kerzenwerkstatt und in der Doppelgruppe Süße Ecke und Fördergruppe.

Während dieser Zeit lernen sie das ganztägige Arbeiten an einer Arbeitsstelle kennen und erleben einen möglichen späteren Arbeitsbereich. Nach einem halben Jahr wechseln die Schülerinnen und Schüler in andere Arbeitsgruppe und durchlaufen während ihrer Zeit in der Berufspraxisstufe verschiedene Gruppen.

Ausnahmen bilden die Waldarbeitsgruppe und die Fördergruppe.

In der Waldgruppe bleiben einige Schüler mit herausforderndem Verhalten längere Zeit, bis sie ihr Verhalten so weit steuern können, dass sie sich in die anderen Projektgruppen einfügen können.  Die Fördergruppe bildet einen langfristigen geschützten Rahmen für all unsere Schülerinnen und Schüler, deren produktiver Anteil am Arbeitsleben eher gering ist und die einen größeren pflegerischen und betreuerischen Bedarf haben.

Projekttag Wohnen und Freizeit

Dieser Projekttag findet immer donnerstags statt und beginnt jährlich nach den Herbstferien. In leistungshomogenen Gruppen werden die Schülerinnen und Schüler ganztägig auf ein möglichst selbständiges Wohnen und Freizeitverhalten vorbereitet.

Dabei spielt unsere schuleigene Trainingswohnung eine große Rolle. Hier können alle in einer Wohnung anfallenden Arbeiten wie Fenster putzen, Betten machen, Spülmaschine ausräumen und vieles mehr geübt werden.

 
Aber auch Bereiche wie Wohnformberatung, Wohnraumgestaltung, Ernährung, Alkohol und Drogen, Medien, Sexualität und Freizeitgestaltung in der näheren und weiteren Umgebung werden thematisiert.

Berufliche Förderung

Über das Arbeitsleben nach der Schule haben unsere Schüler ganz unterschiedliche Vorstellungen. Daher können die inhaltlichen Schwerpunkte in den letzten Schuljahren bei verschiedenen Schülern ganz unterschiedlich sein.

Berufliche Förderung erfordert individuelle Begleitung. Die Schüler werden in ihrer Lernzeit in der Berufspraxisstufe individuell begleitet in regelmäßigen Gesprächen.  Sie setzen sich Ziele, übernehmen Verantwortung für ihre Arbeitsschwerpunkte und reflektieren die eigenen Erfahrungen in den verschiedenen Lernfeldern. Die Lehrkräfte planen das Lernangebot im Austausch mit Schülern und Eltern.

Berufliche Förderung beinhaltet die Durchführung von Praktika. Hier können die Schüler Arbeit konkret erfahren. Die Schüler erleben die Arbeit in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen bei Werkstatterkundungen und in einem zweiwöchigen Praktikum in einem ausgewählten Arbeitsbereich. Bei Interesse werden ebenfalls Praktika in Betrieben im sogenannten ersten Arbeitsmarkt angeregt, unterstützt und begleitet.

Berufliche Förderung wird zudem unterstützt durch den Integrationsfachdienst (IFD). Eine Fachkraft ist stundenweise an der Schule ansprechbar für unsere Schüler und auch für die Lehrkräfte. Dies ist insbesondere interessant für Schüler, die Interesse an einer späteren Beschäftigung in Betrieben des ersten Arbeitsmarkts haben. Eltern und Schüler haben die Möglichkeit, die zusätzlichen Unterstützungsleistungen des Integrationsfachdienstes in Anspruch zu nehmen. 

Zur beruflichen Förderung in Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst nehmen wir am „STAR“-Projekt teil. Konkret bieten wir dazu an:

  • Potentialanalyse: Wir laden alle interessierten Schülerinnen und Schüler dazu ein. Hier wird mit Hilfe eines Tests ein Profil der handwerklichen Fähigkeiten durch die Mitarbeiter des Integrationsfachdienstes erstellt. Dies bildet zusammen mit der Einschätzung unserer Lehrkräfte die Grundlage für die erste Berufswegekonferenz.  
  • Berufswegekonferenz: Hier beschreibt der Schüler im Austausch mit Eltern, Lehrern und der Mitarbeiter des IFD eine Zielvorstellung für einen Arbeitsbereich nach der Schule. Gemeinsam wird dann schrittweise in diese Richtung geplant und es werden konkrete Maßnahmen festgelegt. In weiteren Konferenzen werden die Erfahrungen reflektiert, ausgewertet und es wird der nächste Schritt geplant.
  • Praktikum: Die Vorbereitung, Begleitung und Auswertung jedes Praktikums wird individuell auch durch die Fachkraft des IFD unterstützt. Gerade in Gesprächen mit Arbeitgebern ist die fachkundige Beratung hilfreich.
  • Förderangebote des IFD: Verschiedene Fördermaßnahmen helfen den Schülern, sich auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu entwickeln. Gezielte Betriebserkundungen helfen bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsfeld, ein Training berufsbezogener sozialer Kompetenzen kann bei Konflikten im Alltag helfen und durch gezieltes Mobilitätstraining kann die Selbständigkeit auf dem Fahrweg unterstützt werden. 
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