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Mittwoch, 22. November 2017

Schulische Förderung an der Raphael-Schule

Der Sachunterricht

Wer, wie, was - entdeckender Sachunterricht an der Raphael-Schule

Woher kommt die Milch? Warum ist Wasser gesünder als Cola? Wie leben die Kinder in anderen Ländern? Wieso hat die Stadt Recklinghausen eine Stadtmauer und wie funktioniert eigentlich eine Waschmaschine?

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Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigen sich die SchülerInnen der Raphael-Schule in ihrem Alltag und diese Fragen variieren je nach Alter, Geschlecht, Erfahrungen und Vorwissen der SchülerInnen. Und je nach diesen individuellen Lebenswirklichkeiten und Ausgangslagen sind diese Fragen oftmals geprägt von großen Unsicherheiten, von Ahnungen, Halbwissen oder Spekulationen. Doch wer sich in seiner Umwelt orientieren will, muss diese verstehen und Sinnzusammenhänge begreifen können. Nur so sind die SchülerInnen in der Lage, selbstbewusst und verantwortlich zu handeln und Einfluss auf die Gestaltung ihrer Umwelt zu nehmen . Der Sachunterricht stellt somit die Verbindung zwischen der Lebenswirklichkeit der SchülerInnen und wissenschaftlichen Fragestellungen und Erklärungen her. Neben den schülerimplizierten Fragestellungen hat die Fachkonferenz Sachunterricht Themen zusammengetragen, welche für die jeweilige Schulstufe relevant und nötig sind, um aufeinander aufbauend die Umwelt altersgerecht für sich erschließen zu können. Dabei werden die Perspektiven des sozial-kulturwissenschaftlichen, des raumbezogenen, technischen oder historischen und des naturbezogenen Lernens berücksichtigt.

So werden in der Unterstufe basale Kenntnisse über die Körperpflege, Sauberkeitserziehung, Bildung einer Klassengemeinschaft und deren Strukturen, Regeln und Ordnungsprinzipien in der Klasse, Jahreszeiten und Jahresabläufe, Haustiere, Nutztiere, alltägliche Wetter- und Naturphänomene, Wahrnehmungsübungen oder die Funktion täglich zu benutzender Geräte vermittelt. Ausgehend von der direkten Umgebung der SchülerInnen werden diese Bereiche in der Mittelstufe radial erweitert. So werden nun aufbauend auf den Inhalten der Unterstufe Themen aus dem näheren Umfeld der SchülerInnen thematisiert z.B. Einrichtungen der öffentlichen Versorgung (Polizei, Sparkasse, Post o.ä.), örtliche Strukturen in der Umgebung oder weiterführende Themen aus der Sach-, Tier- und  Pflanzenwelt (Umweltschutz, Gesunderhaltung, Versorgung von Tieren, Nahrungsmittel und deren Herkunft usw). In der Oberstufe und Berufspraxisstufe werden umfassendere Themen besprochen, die sich auf die Arbeitswelt, Selbstorganisation oder auf das Sozialgefüge beziehen.

Doch unabhängig vom Thema und der Schulstufe ist der Sachunterricht durch seine Direktheit und durch die Anschaulichkeit der Lerngegenstände ein forschender, entdeckender, handlungsorientierten, motivierenden und je nach Umsetzung auch fächerübergreifender Unterricht, der jede/n SchülerIn nach seinem/ihrem individuellen Lernstand anspricht. Dies kann durch den Besuch außerschulischer Lernorte geschehen, durch die Unterrichtsmethoden und durch die Auswahl entsprechender Medien.

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Ein Beispiel ist das Thema „Kartoffel“: hierzu gehören der Besuch eines Kartoffelfeldes mit Kartoffelernte, Untersuchungen und Experimente mit Kartoffelpflanzen und den Kartoffeln selbst, Informationen über Herkunft und Nährwerte und anschließend die Zubereitung der Kartoffeln in den unterschiedlichsten Variationen.So können die SchülerInnen mit allen Sinnen erfahren, welche spannenden Dinge es in ihrem Umfeld zu entdecken gibt.

Diese Neugier und die Lust aufs Entdecken eröffnet ihnen eine facettenreiche Welt, die so spannend ist, dass immer wieder neue Fragen auftauchen, die es zu beantworten gilt.

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