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Samstag, 25. November 2017

Schulische Förderung an der Raphael-Schule

Die unterstützte Kommunikation

Unterstützte Kommunikation (UK)

- Nichtsprechende Schüler und Schülerinnen lernen sich mitzuteilen -

Unterstützte Kommunikation, was ist das?

Kommunikation ist ein unverzichtbarer Bestandteil der zwischenmenschlichen Beziehungen. Ein Großteil der Kommunikation läuft in der Regel auf verbaler Ebene ab. Besonders in diesem Bereich haben einige Schüler und Schülerinnen unserer Schule erhebliche Einschränkungen, d.h. sie können sich nicht oder nur eingeschränkt lautsprachlich äußern. Sie können ihre Wünsche und Bedürfnisse nicht eindeutig mitteilen und werden nicht verstanden.

Unterstützte Kommunikation versteht sich daher als eine pädagogische und therapeutische Maßnahme, die unter Berücksichtigung der kommunikativen Fähigkeiten, eine Erweiterung der kommunikativen Möglichkeiten bei Menschen ohne oder eingeschränkter Lautsprache zum Ziel hat.

Unterstützte Kommunikation als fester Bestandteil im Unterricht

Denn auch unsere nichtsprechenden Schüler haben etwas zu sagen und ein Recht darauf, sich mitteilen zu können!

UK ist daher längst zu einem festen Bestandteil im Schulalltag geworden. So sind Lautsprachbegleitende Gebärden, elektronische Hilfsmittel und Kommunikationstafeln aus dem Schulleben nicht mehr wegzudenken. Neben der klassenübergreifenden UK-Förderung, in der mit einzelnen Schülern oder in kleinen Gruppen Gebärden eingeübt oder das Arbeiten mit dem Talker vertieft wird, ist UK ein großer Bestandteil in den Klassen.

Hier ein paar Beispiele wie UK im Schulalltag aussehen kann:

  • Lautsprachbegleitende Gebärden: Auf spielerische Art und Weise wird versucht, den Schülern das Sprechen mit den Händen aber auch die Wichtigkeit dieser Fähigkeit näher zu bringen. Denn was nützt es nichtsprechenden Schülern, Gebärden zu beherrschen, die außer ihnen niemand versteht. Daher lernen die Schüler im Klassenverband, Lautsprachbegleitende Gebärden als Kommunikationshilfe kennen und umzusetzen. Dabei werden Gebärden zu verschiedenen Themen wie Schule und Freizeitgestaltung erarbeitet und geübt in ganzen Sätzen zu gebärden.
  • Bild 1 Bild 2 Einsatz von Bildkarten (Fotos, Symbole)
  • Hierbei hat der Schüler die Möglichkeit, durch das Zeigen auf eine Bildkarte, seine Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen.
    • Bildkarte „Ich möchte zur Toilette.“
    • Bildkarten beim Essen, die das gewünschte Nahrungsmittel zeigen
    • Bildkarten mit Aktivitäten im häuslichen Bereich, um im Stuhlkreis von zu Hause erzählen zu können
  • Bild 3 Arbeit mit dem PowerLink: Dieses Gerät bietet besonders schwerstbehinderten Schülern die Möglichkeit, sich am Geschehen zu beteiligen. Durch Druck auf eine Taste kann mit Hilfe des PowerLinks ein elektrisches Gerät in Gang gesetzt werden (z.B. Kassettenrekorder, Ventilator, Mixer).
  • Arbeit mit dem BIGmack: Er ermöglicht es, kurze Sequenzen aufzunehmen, die die Kinder bei Bedarf mittels Tastendruck abrufen können (z.B. Refrain eines Liedes, Erzählen vom Wochenende, oder der Wunsch nach einem Getränk).
  • Arbeit mit dem Super Talker: Dieses Gerät bietet die Möglichkeiten bis zu acht Aussagen aufzunehmen und durch Tastendruck abzurufen (z.B. Auswahl der Nahrungsmittel beim Frühstück, Sprachsequenzen für Rollenspiele).
  • Bild 4 Arbeit mit dem tipp Talker: Der tipp Talker ist eine Kommunikationssoftware und befindet sich auf einigen iPads der Klassen. Durch Berührung der entsprechenden Tasten sind umfangreichere sprachliche Äußerungen möglich (z.B. Erzählungen vom Wochenende im Stuhlkreis, Wortbeiträge in Lernvorhaben, etc.).

Nicht jede Kommunikationshilfe ist für jeden Schüler oder jede Schülerin geeignet. Daher müssen aus den vorhandenen Möglichkeiten unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten passende Hilfsmittel ausgewählt werden.

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