Bücher erleben mit dem Kamishibai - die E3 lernt die Wochentage
In der Klasse E3 dreht sich in diesem Lernvorhaben alles um ein ganz besonderes Buch: „Die kleine Raupe Nimmersatt“. Mithilfe des Kamishibai-Erzähltheaters wird die Geschichte den Kindern in jeder Unterrichtsstunde von Anfang bis Ende erzählt. Die großen Bildkarten im Erzähltheater laden zum gemeinsamen Zuhören, Staunen und Mitsprechen ein. Durch die wiederkehrende Erzählstruktur entsteht schnell Vertrautheit – und die Kinder tauchen jedes Mal ein Stück tiefer in die Welt der kleinen Raupe ein.
Im Anschluss an das gemeinsame Erzählen wird in jeder Stunde ein Wochentag genauer in den Blick genommen. Schritt für Schritt lernen die Kinder so die Reihenfolge der Wochentage kennen – und zwar mit allen Sinnen. An vier verschiedenen Lernstationen setzen sich die Kinder aktiv, spielerisch und sprachfördernd mit dem jeweiligen Tag auseinander.
Station 1: Den richtigen Wochentag finden
An dieser Station entdecken die Kinder das Wortbild und das passende Metakom-Symbol des jeweiligen Wochentags. Den Kindern werden jeweils zwei Wochentage angeboten – zum Beispiel „Dienstag“ und „Mittwoch“. Die Aufgabe besteht darin, den gesuchten Tag zu erkennen und auf das richtige Wort zu klatschen. Durch diese Auswahlaufgabe setzen sich die Kinder aktiv mit dem Schriftbild Wochentage auseinander und lernen, sie voneinander zu unterscheiden.
Station 2: Wochentage im Bohnenbad suchen
In einem Bohnenbad verstecken sich verschiedene Wochentage. Die Kinder suchen gezielt den aktuell behandelten Tag heraus und klettern ihn auf. Diese Station fördert die visuelle Wiedererkennung der Wochentage und macht durch das Suchen und Entdecken besonders viel Spaß.
Station 3: Die eigene Raupe wächst Woche für Woche
Passend zur Geschichte gestaltet jedes Kind seine eigene kleine Raupe. Für jeden neu erarbeiteten Wochentag kommt ein weiteres Raupensegment hinzu. So wächst die Raupe Woche für Woche weiter und die Kinder können die Reihenfolge der Wochentage auch visuell nachvollziehen. Am Ende entsteht bei jedem Kind eine lange Raupe, die den Lernprozess sichtbar macht.
Station 4: Die Geschichte nachspielen
Mit Filzteilen spielen die Kinder die Geschichte der kleinen Raupe noch einmal nach. Dabei werden sie besonders zum Sprechen angeregt. Die immer wiederkehrenden Sätze – wie zum Beispiel „Aber satt war sie noch immer nicht!“ – haben viele Kinder schnell verinnerlicht. Sie erzählen die Geschichte mit ihren eigenen Worten und Ausdrucksformen nach: mit Gebärden, Lautierungen oder vollständigen Sätzen.
Gemeinsamer Abschluss mit Musik und Bewegung
Zum Abschluss jeder Stunde hören wir gemeinsam ein Lied zu den Wochentagen und verbinden es mit einem Bewegungsspiel. Dabei gehen wir immer nur bis zu dem Wochentag, den wir bereits gemeinsam erarbeitet haben. So wächst auch das Lied Woche für Woche weiter.
Die Kinder haben großen Spaß an diesem Lernvorhaben. Durch die wiederkehrenden Rituale, das Erzählen mit dem Kamishibai und die vielfältigen Stationen verinnerlichen sie zunehmend die Reihenfolge der Wochentage. Einige Kinder erkennen die Wochentage bereits als Ganzwort oder identifizieren das passende Metakom-Symbol.
Ein besonderes Highlight entstand außerdem parallel im Kunstunterricht: Passend zur kleinen Raupe gestalteten die Kinder ein farbenfrohes Fensterbild, das nun den Klassenraum schmückt und das Projekt auch visuell nach außen trägt.
So wird aus einer bekannten Bilderbuchgeschichte ein lebendiges, ganzheitliches Lernerlebnis, bei dem Sprache, Bewegung, Kreativität und gemeinsames Entdecken im Mittelpunkt stehen.